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Session 01 — Session Note (03.05.2026)

DSA 4.1 — Grenzlande Andergast/Nostria

SUMMARY

Im Schatten eines endlosen Grenzkrieges erfährt der frischgeschlagene Ritter Gerwulf, dass die Königsmacher des Hauses Zornbold ihn heimlich auf den Thron heben wollen. Sein Hofmagier Erlmann entschlüsselt das verschnörkelte Komplott und durchschaut, was hinter dem Bankett steckt: einen aufgezwungenen Aufpasser und eine Prüfung, die den jungen Erben den Kopf kosten kann.

KEY EVENTS

  1. Orbon überreicht seinem Sohn Gerwulf die Einladung zu Borkheims Antritts-Bankett in Tatzenhain.
  2. Gerwulf wird befohlen, am Bankett teilzunehmen und das Reisegefolge selbst zusammenzustellen.
  3. Ein zweites Dokument mit dem Siegel des Hauses Zornbold weckt Gerwulfs volle Aufmerksamkeit.
  4. Gerwulf liest per Staatskunst-Probe, dass Linhart von Zornbold ihn künftig bei allen offiziellen Funktionen begleitet.
  5. Orbon bestätigt nur das Offensichtliche und entlässt seinen Sohn ohne tiefere Erklärung.
  6. Erlmann wird abends ins Studierzimmer gerufen, findet es leer — beide Dokumente liegen einladend ausgebreitet.
  7. Mit exzellenter Schriftlicher-Ausdruck-Probe (9 TaP) entschlüsselt Erlmann das wahre Komplott.
  8. Der Familienrat will König Ephadan I. stürzen, und Gerwulf ist einer der möglichen Nachfolger.
  9. Erlmanns Heraldik-Probe scheitert; Linharts genaue Stellung (und damit Gerwulfs Favoritenrolle) bleibt unklar.
  10. Erlmann steckt beide gesiegelten Dokumente ein, um eine Audienz zu erzwingen.
  11. Eine Intuitions-Probe verrät: Orbon hat die Schriftstücke wohl absichtlich für Erlmann ausgelegt.
  12. Erlmann beauftragt sein junges, magisch begabtes Mündel mit der standesgemäßen Reisevorbereitung.

KEY DISCUSSIONS

  • Gerwulf und Orbon wägen ab, ob ein Bündnis mit dem Haus Tatzenhain klug ist und wer dort eigentlich die Fäden zieht (Vormund-Frage).
  • Borkheims mögliche Ritterlaufbahn: Knappschaft als Networking gegen reine militärische Ausbildung bei prestigeträchtigen Häusern wie Herzgold.
  • Gerwulf und Erlmann erörtern die feudale Rechtslage eines Königssturzes: kein offizieller Weg, sondern Machtfrage entlang der Vasallenketten.
  • Abwägung der Risiken eines Putsches — Kopf oder Krone, Gesichtswahrung, mögliche Begnadigung oder Verbannung im Scheiterfall.
  • Klärung des Sozialstatus 12 in Andergast/Nostria: dort Hochadel-Niveau, nicht verarmter Adel wie im Mittelreich.
  • Erlmanns Glaubwürdigkeit als Kampfmagier-Absolvent einer Staatsakademie und sein Wert in einem militärisch geprägten Land.
  • Diverse DSA-Regelkunde: Erleichterungen, TaP-Cap am Talentwert, Austausch von Eigenschaften bei Proben.

REVEALED CHARACTER FLAWS

  • Gerwulf — Selbstüberschätzung: Er hält sich ungeprüft für den besseren König; „die Realität muss sich meinem Bild anpassen."
  • Gerwulf — Hochmut/Faulheit: Verweigert das eigenständige Lesen von Dokumenten und erwartet, dass andere ihm vorlesen.
  • Gerwulf — Neugier-Mangel: Bricht das Gespräch über Linhart vorschnell ab, obwohl klar ist, dass mehr dahintersteckt.
  • Gerwulf — Standesdünkel: Nimmt Vasallen (selbst Erlmann) kaum wahr; der Name Wulfen ist für ihn bloßes Hintergrundrauschen.
  • Erlmann — Zynismus/Misstrauen: Hält die Höflingsschaft für „Idioten" und will sich auf niemanden verlassen.
  • Erlmann — Distanziertheit: Verlässt das Studierzimmer ohne zu warten, „besseres zu tun, als hier zu warten".
  • Erlmann — Standes-Empfindlichkeit: Verzieht angesichts des leeren Zimmers gekränkt das Gesicht ob der „Unverschämtheit".

KEY CHARACTER CHANGES

  • Gerwulf erfährt erstmals konkret, dass sein Königstraum kein bloßer Wunsch ist: Der Familienrat sieht ihn tatsächlich als Kandidaten.
  • Gerwulf wird von einem behaglichen Erbenleben in ein politisches Spiel mit tödlichem Einsatz gestoßen und beginnt, Borkheim als Verbündeten oder Konkurrenten einzuordnen.
  • Gerwulf akzeptiert mit Linhart einen aufgezwungenen Begleiter/Aufpasser — eine Einschränkung seiner Autonomie, die er als Ehre verkauft.
  • Erlmann wechselt von der offiziellen Rolle des „standesgemäßen Aushängeschilds" zum eingeweihten Strippenzieher, der mehr weiß als sein Herr.
  • Erlmann wird von Orbon (vermutlich gezielt) zum heimlichen Boten des Komplotts gemacht und trägt nun Mitwissen, das ihn gefährdet.
  • Erlmann festigt seine Mentorrolle, indem er das junge magische Talent fest unter seine Fittiche nimmt.

WORLDBUILDING

  • Die Handlung spielt in den umkämpften Grenzlanden zwischen Andergast und Nostria; der Krieg „hat nie aufgehört", aktuell herrscht eine erst zwei Sommer alte Waffenruhe.
  • Tatzenhain ist ein Freiherrentum mehrere Dutzend Meilen westlich, direkt an der Grenze zu Nostria, stark von Untermeissen-Konflikten gebeutelt.
  • Es gibt 20 Freiherren; ein ambitionierter Direkterbe wie Gerwulf kennt sie alle, sonst drohen Penalties auf Sozialinteraktion.
  • Der alte Freiherr von Tatzenhain starb letzten Winter; sein Sohn Borkheim erbt mit erst 13 Jahren — daher nur ein inoffizielles „Leit"-Bankett statt der vollen Einsetzungsfeier.
  • Zum Bankett sind alle Häuser der Westfront geladen (nicht nur Freiherren), inklusive Vasallen — ein für die Region großes Treffen.
  • Grenz-Freiherren bzw. ihre Erben werden in der Regel in Schwertarbeit ausgebildet, weil sie selbst an der Front stehen; reine Taktiker-Bildung genügt nicht.
  • Haus Herzgold verkörpert die „Bilderbuch-Ritterschaft" Andergasts; eine Knappschaft dort gilt als beste Ausbildung, doch hohe Häuser wählen Ritter eher nach Einfluss.
  • Haus Zornbold ist die Königsfamilie/Dynastie Andergasts; der Familienrat lenkt im Hintergrund.
  • König Ephadan I. von Zornbold regiert aktuell, doch der eigene Familienrat ist „in allerhöchstem Maße" unzufrieden und sucht heimlich Ersatz.
  • Ein Königssturz ist kein rechtlicher Akt, sondern Machtfrage entlang der Vasallenketten — Vasallen können dem König die Treue verweigern, dann entscheidet das Heer.
  • Sozialstatus 12 gilt in Andergast/Nostria als Hochadel (anders als im Mittelreich), wo das eher verarmter Adel wäre.
  • Andergast kompensiert Nostrias größere Bevölkerung und Fläche militärisch durch Kampfmagier von staatlichen Akademien — eine sehr wertvolle Ressource.
  • Ein Hofmagier-Posten bei einem Freiherrentum plus Akademie-Abschluss begründen hohe Reputation, auch ohne hohen Geburtsadel.
  • Magische Begabung muss jung entdeckt und ausgebildet werden; wer den Zeitpunkt verpasst, kann das Talent nicht mehr erlernen.

PREVIOUSLY ON

Vormals an den Nebelgrenzen von Andergast...

In den sturmgepeitschten Marken, wo Andergast und Nostria seit Generationen um jeden Morgen Erde ringen, rief der greise Freiherr Orbon seinen Sohn Gerwulf in sein Studierzimmer und schob ihm ein Pergament über den Tisch, das mehr verschwieg als verriet. Ein Bankett im fernen Tatzenhain, ein verwaister Knabe von dreizehn Sommern auf dem Thronsessel seines Vaters, und über allem das gebrochene Siegel des Hauses Zornbold. Während Gerwulf von Königswürden träumte, las sein scharfsinniger Hofmagier Erlmann in einem unbeobachteten Augenblick die wahren Worte zwischen den Zeilen: Der Königsmacher Linhart kommt nicht als Ehrengeleit — er kommt als Prüfer, und der Lohn der Prüfung ist eine Krone oder ein Beil. Nun rüsten Herr und Magier zur Reise, das Komplott in der Robe verborgen, der Verdacht im Herzen. Doch ist Gerwulf der Favorit der Verschwörer — oder nur eine Figur auf Borkheims Schachbrett? Wer hält wirklich die Fäden, und wer hat diese Dokumente so verführerisch ausgelegt? Das alles und mehr, wenn nächste Woche der Geleitzug gen Tatzenhain rollt...